07.11.2004, 11:54:32
Hallo Susi,
wenn Du im Rhein-Main-Gebiet die Metropole Frankfurt als Massstab nimmst, magst Du Recht haben. Dann musst Du aber mit Athen vergleichen. Frankfurt hat aufgrund des grössten deutschen (Umsteige-) Flughafens eine hohe Rate an organisierter Kriminalität. Wer Kinder hat, wird daher auch nicht versuchen, dort zu wohnen. Gehst Du in den Taunus oder nach Rheinland-Pfalz (gilt als Umland von Frankfurt; viele, die in Frankfurt arbeiten, leben dort), ist die Kriminalitätsrate kaum vorhanden. Hier in den gewachsenen Ortschaften fahren alle Kinder z.B. Fahrrad und Inline Scaters, natürlich nicht auf den Umgehungsautobahnen, sondern auf dafür vorgesehenen Wegen.
Wir reden hier auch von Grossstadtumfeld und nicht von abgelegeneren ländlichen Regionen, die Deutschland ja auch zuhauf hat.
Was das griechische staatliche Schulsystem angeht, sind wir im übrigen auch bestens informiert. Das ist nämlich eine einzige Katastrophe. Lehrer in Griechenland sind äusserst mies bezahlt. Deren Gehalt reicht bei weitem nicht zum Leben. Sie sind also auf Nebenverdienste angewiesen. Viele verdienen sich durch Nachhilfe (Frontistirio) ihr nötiges Geld dazu. Sie geben sich also im staatlichen Unterricht auch nicht besonders Mühe, ruhen sich also eher aus, um noch Energie für ihren Zweitjob zu haben. Die Chancen, das Apolyterion zufriedenstellend zu schaffen, sind für Kinder ohne diese Nachhilfe gleich Null. Von daher ist die Investition in das Frontistirio für die Eltern gewissermassen ein Muss, wollen sie, dass ihr Kind einen guten Abschluss macht.
In Athen und Thessaloniki wird, wer auf sich hält und es sich leisten kann, deshalb seine Kinder auf die privaten Schulen schicken.
Gruss Inge
wenn Du im Rhein-Main-Gebiet die Metropole Frankfurt als Massstab nimmst, magst Du Recht haben. Dann musst Du aber mit Athen vergleichen. Frankfurt hat aufgrund des grössten deutschen (Umsteige-) Flughafens eine hohe Rate an organisierter Kriminalität. Wer Kinder hat, wird daher auch nicht versuchen, dort zu wohnen. Gehst Du in den Taunus oder nach Rheinland-Pfalz (gilt als Umland von Frankfurt; viele, die in Frankfurt arbeiten, leben dort), ist die Kriminalitätsrate kaum vorhanden. Hier in den gewachsenen Ortschaften fahren alle Kinder z.B. Fahrrad und Inline Scaters, natürlich nicht auf den Umgehungsautobahnen, sondern auf dafür vorgesehenen Wegen.
Wir reden hier auch von Grossstadtumfeld und nicht von abgelegeneren ländlichen Regionen, die Deutschland ja auch zuhauf hat.
Was das griechische staatliche Schulsystem angeht, sind wir im übrigen auch bestens informiert. Das ist nämlich eine einzige Katastrophe. Lehrer in Griechenland sind äusserst mies bezahlt. Deren Gehalt reicht bei weitem nicht zum Leben. Sie sind also auf Nebenverdienste angewiesen. Viele verdienen sich durch Nachhilfe (Frontistirio) ihr nötiges Geld dazu. Sie geben sich also im staatlichen Unterricht auch nicht besonders Mühe, ruhen sich also eher aus, um noch Energie für ihren Zweitjob zu haben. Die Chancen, das Apolyterion zufriedenstellend zu schaffen, sind für Kinder ohne diese Nachhilfe gleich Null. Von daher ist die Investition in das Frontistirio für die Eltern gewissermassen ein Muss, wollen sie, dass ihr Kind einen guten Abschluss macht.
In Athen und Thessaloniki wird, wer auf sich hält und es sich leisten kann, deshalb seine Kinder auf die privaten Schulen schicken.
Gruss Inge